Welcome to Erasmus…

…oder: martes locos, miercoles cansados (Verrückter Dienstag(e), müder Mittwoch).

So, Dienstag, der erste echte Unitag für mich. Morgens gingen Sandra und ich aber erst mal los um für die Party abends einzukaufen. Eine Geburtstagsparty bei dem jeder was mitbringt. Wir wollten Brezeln backen, fanden aber kein Natron, deshalb entschieden wir uns für Schokokuchen, den wir anschließend machten..

Gegen halb 4 machte ich mich auf den Weg zur Humanities Fakultät (Campusuni, das war mal: Die Latvijas Universitate bestitzt über 19 Uniteile allein hier in Riga) um den Russischeinstufungstest zu machen. Sandra rief mich an, sie hatte vorher noch Unterricht gehabt. Sie meinte, sie wisse nicht ob sie es schaffe, weil sie nicht mehr so genau weiß, wo man hinmuss. Der Test ging los und Sandra war nicht da. Und der Test war echt übel. Ernsthaft, ich hab vielleicht die Hälfte verstanden, von dem was da stand. Es waren zunächst multiple choice Fragen und wenn ich mir nicht sicher war, hab ich ene-mene-muh gemacht und gehofft, dass es stimmt. Gegen Ende kamen Texte, zuerst drei Kinokritiken, danach ein Text über ein Liebespaar. Ich hab lediglich verstanden, dass sie einen großen Altersunterschied haben und er ihr Gedichte vorliest. Und dass sie morgens im Park spazieren. Leider waren das nicht die Fragen dazu.

Wie sich nach dem Test rausgestellt hat, verlief sich Sandra auf dem Weg von der Management zur Humanities Fakultät. Ich sag ja, Campusuni war mal… Sie hat sich die Füße sogar blutig gelaufen, kein Scherz.

Danach hatte ich dann auch endlich meine erste Veranstaltung: Baltic Musics. Wir waren 5 Austauschstudenten und viele Letten. Die anderen kamen aus Amerika (Maggie & Karlene), Deutschland (Franzi) und Polen (Dorothea). Der Kurs war sehr interessant, wir durften uns zunächst Hörbeispiele lettischer, estnischer und litauischer Musik anhören.

Danach wollten die beiden Amerikannerinnen und Franziska noch was essen gehen und fragten mich, ob ich mitkomme. Da konnte ich nicht nein sagen, obwohl da natürlich auch noch die Party war. Wir gingen in ein japanisches Restaurant. Es war sooo lecker. Die Mädels sind wirklich nett, Maggie eher etwas ruhiger aber Karlene ist sehr lebhaft. Beide kommen aus Nebraska. Es war sehr cool und vor allem: endlich mal perfektes Englisch ;-). Als die Mädels erfuhren, mit wem ich zusammen wohne, meinten sie gleich: „Was wirklich, mit ANTONIO????? Und Pablo?“ So erfuhr ich, dass Antonio wohl sehr lustige Geschichten erzählt hat und Pablo an der Welcome Party zum Chicks Magnet gekürt wurde. Echte Berühmtheiten, die zwei ;-)- Ich zog es vor Fran nichts davon zu erzählen um sein Ego zu schonen^^.

Danach lief ich durch die halbe Stadt zurück, ich muss mir mal aufschreiben welche Buslinien bei uns in der Nähe verkehren und wie die Haltstelle heißt…

Auf der Party war ich dann doch noch nicht zu spät. Laura, das Geburtstagskind, was überrascht werden sollte, war noch nicht da. Dafür gaaaaaanz viele anderen Spanier^^. Die Spanish Connection sozusagen. Und Lena aus Chemnitz ;-). Sie hat im WS Erasmus gemacht und ist bis März hier um Praktikum zu machen. Dann kam Laura und mit ihr zwei Franzosen: Ben und Pauline. Die zwei sind echt nett, wenn auch total verrückt. Wir blieben dann noch eine Weile in der Wohnung, später gingen wir dann aber in die Altstadt.

Von unserer WG sind aber nur Fran und ich mitgegangen, da die anderen kränkeln.Wir gingen zunächst in die French Bar. Eigentlich heißt sie ja anderst aber den lettische Namen konnte ich mir nicht merken, da ihn keiner benutzt. Auf dem Weg dorthin habe ich mich ausführlich mit Ben unterhalten, der mir gestand, er wolle deutsch lernen. Ich fragte ihn, weshalb, das sei  doch viel zu schwer. Sein Antwort: Es ist die Sprache der Dichter und Denker. Das von einem Franzosen ;-). Ich hab mit ihm auch „Rassismus und Intoleranz“ Vorlesung. Die French Bar ist relativ klein und ziemlich voll, wir sind dann später ins Moon Safari gegangen, DER Erasmuskneipe/Disko/Karaokebar. Es war soo cool, wir trafen noch eine Norwegerin, Sandra, und tanzten und irgendwann musste ich so einen komischen Absinthmix trinken: Der Absinth wurde in einem Weinglas angezündet und dann in ein anderes Glas mit Bitter Lemon oder so geschüttet. Das Weinglas wurde umgedreht auf eine Serviette gestellt und dann musste ich die alkoholgeschwängerte Luft durch einen Strohhalm einatmen. Grausig.

Gegen 5 wurde das Moon Safari geschlossen. wir machten uns dann langsam auf den Heimweg. Fran hatte es auf einmal sehr eilig, weil er unbedingt in die Uni wollte. Dabei war abzusehen, dass daraus nichts werden würde. Martes locos, Miercoles cansados…

Gegen 6 waren wir dann in der WG, für mich ja kein Problem, da meine VL erst halb 5 oder so ist. Ich stellte meinen Wecker und schlief sofort ein…

Heute morgen lief dann mein Laptop mal wieder nicht, ich sitze grad an Sandras Gerät.

Naja, ich geh dann bald mal los, was Vernünftiges machen: in die Uni.

Have a good time back home in Good Old Germany!!!!

Kisses!!!

Sabrina

PS: Sorry for Anglizismen and Hispanizismen, I’m not used to alemán anymore….

Dieser Beitrag wurde unter Riga veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s