Mein Riga-ABC

  • Ala Bar: Folklore Club/ Restaurant/ Bar. Mittwochs: Folklore Band und Tanz, supercool. Knoblauchbrot ist unschlagbar.
    Albert Hotel/ Lounge
    : Unsere Lieblingscocktailbar. Wir gehen zur Happy Hour, dann kann man sich das auch leisten.
    Alberta iela
    : Albertstraße, Jugendstil so weit das Auge reicht
    Alus
    : Bier. Es gibt seeeehr viele Sorten. Ich muss immer noch passen…
    Amica
    : Cafeterias in den Uniteilen, Essen mal so, mal so
    Another Travel Guide
    : Rigas Reiseführer für Individualreisende und nicht A&S-Touristen
    Arēna Rīga: Mehrzweckhalle, hauptsächlich genutzt für Eishockey, Basketball und Konzerte. Heimstadion von Dinamo.
    A&S-Touristen
    : Alkohol-und Sextouristen gibt’s leider sehr viele am WE, wobei ich glaube, dass die Herren nicht halb so erfolgreich sind, wie sie es gerne hätten. Lettische Mädels sind ja nicht (alle) doof.
  • Busbahnhof (Rīgas Starptautiskā autoosta): Hinter dem Centraltirgus; Startpunkt vieler Reisen, z.B. nach Tallinn oder Vilnius, da die internationalen Zugverbindungen nicht wirklich gut sind/waren. Der Ort an dem ich zum vorerst letzten Mal auf lettischem Boden stand…
  • Central Tirgus (Zentralmarkt): Alles was man braucht und nicht braucht. Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch von lettischen Bauern, T-Shirts, CDs, Sonnenbrillen, Blumen etc. pp. Mein Regenschirm ist vom Centraltirgus (da ich von den Fluten überrascht wurde). Die Verkäufer sind mal Lettenletten, mal Russischletten, Englisch ist zwar schwierig, aber mit Körpersprache und geringeren Sprachkenntnissen klappt das schon. Der größte Markt im Baltikum und absolut sehenswert.
    Čili PICA
    : litauische Pizzakette, supergünstig und meist auch superlecker, vor allem die selbstgemachte Limonade im Pitcher
  • Dainas: „Jeder Lette hat sein eigenes Lied.“ Das stimmt, wenn man mit Lied „Daina“ meint. Die Dainas sind die Lieder und Gedichte der Sammlungen Krišjānis Barons. Es gibt zwar „nur“ 217.996 verschiedene Texte, in diesen können aber einzelne Zeilen verändert werden und jeder Text passt auf verschiedene Melodien, sodass man am Ende auf eine Zahl von knapp 1,5 Millionen verschiedenen Liedern kommt. Da es schätzungsweise 1,4 Mio. Letten auf der Welt gibt (bei dieser Zahl sind die Russischletten weggerechnet, die in jüngster Zeit emigrierten Letten aber dazugerechnet), kommt diese Rechnung hin.
    Daugava: (Dt.: Düna) Lettlands größter Strom, der Riga durchquert.
    Dievs, svētī Latviju:Lettische Hymne, wird vor jedem Dinamospiel gesungen
    Dinamo Riga: Eishockeymannschaft von Riga, die in der russischen Kontinentalliga (oberste Liga) spielt, für die Fans der Lebensmittelpunkt…
  • Eishockey: Allerwichtigste Sportart für die Letten, weit vor Fuss-und Basketball
    Erasmus: Beste Zeit um das zu tun, was frühere Studenten, als es noch Diplom und Magister gab, während des gesamten Grundstudiums tun konnten…jaja der Bachelor-Turbo hat so einiges verändert…
    Erasmusparties: Legendär und vor allem: unbeschreiblich… experience it yourself!
  • Freiheitsdenkmal: Geplant und gebaut zu Zeiten der ersten Unabhängigkeit in den 1930ern, finanziert durch Spenden lettischer Bürger, wird durch Polizein ständig bewacht, Touristen landen für  nicht respektvolles Verhalten an diesem Ort schnell im Knast. Benehmt euch!
    Fizz Cidre: Mein Äquivalent zum Bier, Lieblingssorte: Blueberry, Herstellung in Lettland, unmöglich, den in D zu bekommen…
  • Hesburger: finnischer McDonalds, schmeckt anders und ist für das Gewissen irgendwie nicht so schlimm, da es sich hierbei um keine globale Marke handelt, ist vermeintlich immer offen (wobei das täuschen kann).
  • Iela: Heißt „Straße“. Bitte, bitte, bitte nicht „ilja“ aussprechen…
    Il Patio: Seeehr gute italienische Restaurant(kette ???)… zum Dahinschmelzen… Io amo il patio!!!
  • Jāņi: Mittsommer (Johannisfest): Wichtiger als Weihnachten, ganz Lettland hat frei und tanzt und lacht am 23. (Līgo) und 24. (Jāņi) Juni. Von verschiedenen Bräuchen habe ich im Artikel Līgo erzählt.
    Jurmala: Strandstadt, super im Winter um über gefrorenes Meer zu laufen und im Sommer für den Tag am Strand…
  • Kalķu Vartu: Cooler Club mit meistens guter Musik (je nach Zeit und DJ), Ort meines ersten Black Russians. War wohl auch der letzte.
    Ķiploku grauzdiņi: Lettisches Knoblauchbrot, nicht zu vergleichen mit dem Zeug, was es in Deutschland gibt, Schwarzbrot, das in Knoblauchöl frittiert wird. Lecker, wenn nur der Kümmel manchmal nicht rauskäme…
    Knaipe: Für Deutsche mit Heimweh…deutsches Essen und Radler sowie Sportübertragungen
    Krišjāņa Barona iela: Eine der wichtigsten Straßen in Riga, da viele Geschäfte auf ihr zu finden sind, sie sehr zentral liegt und Anke dort wohnt, bei der ich meine letzten Tage verbracht habe. Benannt nach dem lettischen Nationaldichter Krišjānis Barons
    Krišjānis BaronsDainu tēvs = Vater der Dainas. Vergleichbar mit den Gebrüder Grimm, da er nicht alle Dainas selbst erfand, sich aber die Mühe machte durch das Land zu ziehen und lettische Gedichte und Lieder sammelte, die er aufschrieb und katalogisierte. Wichtig für das erste nationale Erwachen der Letten in der Mitte des 19. Jahrhunderts und das Entstehen der modernen lettischen Sprache und somit der lettische Kultur.
  • Lats: Währung, Umrechnung: 1 Lats ~ 1,4 €; 1 € ~ 0,70 Lats = 70 Santimi
    Latvijas Nacionālā bibliotēka: Lettische Nationalbibliothek; wird gerade neu erbaut in Pārdaugava und soll zum neuen Wahrzeichen Rigas werden: „Jaunie „Trīs brāļi““ (die neuen „Drei Brüder“). Nach dem Rohbau zu urteilen, hat sie auf jeden Fall das Potential dazu und Erasmusstudenten werden sehr dankbar sein, wenn sie über Lettland recherchieren müssen und leichter wissen, wo sie genau hinmüssen.
    Latvijas Universitāte, LU: Meine Uni hier in Riga und die zweitgrößte und wichtigste im Land, sonst hieße sie wohl auch nicht so. Professoren und Studenten arbeiten in der Regierung, bei der EU, beim Europarat und in allerhand Vereinigungen, die sonst so wichtig sind für das Fortbestehens und die Weiterentwicklung des Landes.
    Lido: Lettisch(-deutsches) Essen zu unschlagbaren Preisen. Vor allem das Haferflockendessert ist super…
  • Mangaļsalā: Insel,die man nicht als solche wahrnimmt, da das Meer nur auf einer Seite zu finden ist. Ort an dem die Daugava ins Meer mündet. Ein riesenlanger Pier, an dessen Ende ein Leuchtturm steht, das Naturschutzgebiet und ein endloser Strand ermöglichen entspannte Spaziergänge und eine coole Location für (jumping) pictures. Hinkommen mit dem Autobus 24 (ca. 1 Stunde Fahrzeit von der Innenstadt).
    Moon Safari: Erasmusdisko, weil Preise billig. Musik nicht gut, nur hingehen, wenn sonst nichts los ist, man Leute sucht oder knapp bei Kasse ist…
    Moskauer Vorstadt: Russisches Viertel von Riga, „Problembezirk“, erreichbar mit Trolleybus 15, wer kein Russisch kann, Klappe halten, sonst wird man schnell Ziel von Taschendieben u.ä. Ich hab aber persönlich noch keine schlechte Erfahrung gemacht, leg es aber lieber auch nicht darauf an.
    Museen: Gibt es gefühlt 1000e und an jeder Ecke. Bei schlechtem Wetter auf jeden Fall hingehen.
  • Nabaklab: alternativer Club, oft Livemusik, super Location, mit Second Hand Shop, sodass man das verschwitzte Hemd schnell mal wechseln kann!!!
  • Origo: Großes Einkaufszentrum im und am Hauptbahnhof und den Busbahnhöfen
  • Pankukas: Pfannkuchen, Eierkuchen, Pfanneplätz usw.; sowas wie das lettische Nationalgericht, gibt’s an jeder Ecke und in allen Varianten. Meine Favoriten: mit Käse gefüllt oder mit Himbeersoße
    Pelmeni: russische Spezialität, Nudeln, die mit allerlei Sachen gefüllt sind. Unwissenden kann man sie am besten als „Maultaschen“ beschreiben, werden mit saurer Sahne und nicht mit Ketchup verzehrt
    Pelmeni XL: Pelmeni satt…und bis 04:00 Uhr geöffnet
    Piens: zu deutsch: Milch; alternativer Club, nicht in der Altstadt, absolut Tourifrei, Mittwoch Livemusik und Billigwein
    Pulkvedis: Club für die Afterparty-Party, hier bekommt man ab 03:00 Uhr alles, was man dann noch will (außer Essen, das gibt’s bei Pelmeni oder Hesburger)
    Pulkveža Brieža iela: Die Straße, in der ich die ersten 4 Monate lebte. Benannt nach dem Oberst (Pulkvedis) Fridrihs Briedis, der Teil der Latviešu strēlnieki (lettischen Schützen) und unter diesen Teil der Weißen Schützen war. Die lettischen Schützen dienten der Russischen Armee als Kanonfutter im Ersten Weltkrieg, da die Frontlinie sich durch Lettland zog, sie waren aber sehr schlecht ausgerüstet. Während der kommunistischen Revolution teilten sie sich in weiße und rote Schützen, Briedis war ein Anführer der weißen und wurde deshalb 1923 in Moskau hingerichtet. Die Band Skyforger widmete ihm und seinen Baltie strēlnieki ein ganzes Album. Vielleicht soll sogar das Pulkvedis eine Hommage an ihn sein.
  • Raiņa bulvāris: Prachtstraße im Herzen Rigas. Hier findet man Botschaften (auch die deutsche), das Erste Gymnasium  (die älteste Schule im ganzen Baltikum, gegründet 1211) sowie das Hauptgebäude der Universität Lettland (meine Uni) und trifft im Bus hin- und wieder auf Fahrkartenkontrolleure…
    Rainis:
    geboren als Jānis Pliekšāns, 1865-1929, wichtigster lettischer Schriftsteller; Dramatiker, Übersetzter und Politiker; vergleichbar mit Goethe. Dessen Faust er übersetzte. Weitere wichtige Werke waren Uguns un nakts (Feuer und Nacht), Indulis un Ārija (Indulis und Arija) und Daugava, was vertont wurde durch Mārtiņš Brauns als Saule, Perkons, Daugava. Wird fälschlicherweise manchmal Jānis Rainis genannt.
    Rīgas Melnais Balzams
    : Riga’s Schwarzer Balsam: Kräuterschnaps. In reiner Form wirklich widerlich, schmeckt aber als Cremelikör oder mit Schwarzer Johannisbeere schon ganz gut. Ein Gerücht besagt, dass man nicht wirklich in Riga war, wenn man den Balzams nicht getrunken hat. Ist eigentlich in jeder Kneipe und Cocktailbar pur oder als Cocktail erhältlich. Eine sehr gute Werbestrategie!
    Rūpniecības iela: Verläuft parallel zur Pulkveža Brieža iela, meine letzte offiziele Anschrift in Riga, allerdings nicht der Ort, an dem ich zu letzt gewohnt habe. Dies tat ich bekanntlich für wenige Tage bei Anke in der Krišjāņa Barona iela.
    Russian Old Believer (oder auch Russisch Altgläubige): „Orthodoxe Amish“, sind zu Zeiten der Kirchenreform in Russland im 17. Jh. nach Lettland gekommen und ökonomisch bald ziemlich erfolgreich, allerdings sehr sehr strikt religiös. Ohne Rock und Kopftuch (wobei dieses in allen orthodoxen Kirchen zum guten Ton gehört…) darf eine Frau das Gebetshaus nicht betreten.
  • Schwarzhäupterhaus: Eines der Wahrzeichen von Riga, Haus einer Handelsgilde
    Shotcafé: Cocktails im Shotformat, sehr lecker, vor allem 007…
    Skyline Bar: 26. Stock im Radisson Blue Elizabetes Hotel, traumhafter Ausblick über Riga, vor allem Nachts…
  • Trīs Brāļi (die Drei Brüder): Älteste Wohnhäuser in der Altstadt, hab ich erst durch Zufall entdeckt, findige Touristen mit Karte könnten schneller erfolgreich sein.
  • Vecrīga: zu deutsch: Altriga; Altstadt, wo auch das Nachtleben tobt.
  • Wareniki: größer als Pelmeni und meist vegetarisch, fast immer mit Kartoffel + gefüllt

Ist natürlich noch lange nicht vollständig aber ich bin jetzt müde…

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